“The Revenant” Filmrezension

“The Revenant” (Deutsch: “Der Rückkehrer”) ist ein amerikanischer, 2015 gedrehter Film von Regisseur Alejandro G. Iñárritu. Er erschien Anfang 2016 in den deutschen Kinos. Leonardo Di Caprio spielt, in Begleitung von Tom Hardy, die Hauptrolle. Im Vorfeld von diesem Film wurde viel über die schauspielerische Leistung von Di Caprio diskutiert genau wie darüber, ob es diesmal für den lang ersehnten Oscar reicht. Meiner Meinung nach hätte der Film den Oskar auf jeden Fall verdient, da er ein grandioser Schauspieler ist und mich in dieser sehr schwierigen Rolle sehr überzeugt hat. Außerdem waren die Dreharbeiten auch besonders anstrengend, da die komplette Film-Crew dabei extremer Kälte ausgesetzt war. Di Caprio meinte in einem Interview mit dem Focus: “Diese Rolle war physisch und mental wohl die schwerste meiner Laufbahn”.
Der Film spielt im 19. Jahrhundert und handelt von einem zurückgelassen Trapper (Pelztierjäger), der Rache schwört. Der Trapper Hugh Glass (Leonardo Di Caprio) ist Mitglied einer Expedition, die den Missouri River erforschen. Dabei wird er von einem Grizzly angegriffen. Dabei wird er so schwer verletzt, dass seine Begleiter meinen, dass es keinen Sinn mehr macht ihm zu helfen. Deshalb nehmen sie ihm seine Ausrüstung weg und lassen ihn in der Kälte alleine. Überraschend überlebt er allerdings doch, sein einziges Ziel ist jetzt sich an seinen ehemaligen Begleitern zu rächen.
Innerhalb der ersten Kinowoche in Deutschland gingen eine Million Menschen in das Kino um “The Revenant” zu sehen.
Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Allerdings gab es sehr wenige Dialoge und auch wenig Action. Doch auch ohne Action war der Film sehr spannend und mitreißend. Außerdem war der Film einfach sehr gut gemacht, es gab auch viele mit viele schöne Landschaftsaufnahmen. Wer einen mitreißenden, gut gedrehten Film, mit einem grandiosen Schauspielern sehen möchte, sollte “The Revenant” auf jeden Fall sehen.

200 neue Moscheen in Deutschland

Saudi Arabien hat Deutschland angeboten den Bau von 200 Moscheen zu finanzieren. Dieses Angebot stößt jedoch, aus verschieden Gründen, auf heftige Kritik.

Ein grosses Problem mit dem Angebot ist, dass Saudi Arabien selber noch überhaupt keine Flüchtlinge aufgenommen hat. Es ist verständlich, das viele Leute der Meinung sind, dass Saudi Arabien Flüchtlinge aufnehmen und unterstützen sollte, anstatt im europäischen Ausland Moscheen für die Flüchtlinge zu bauen.
Gleichzeitig wird dem Land vorgeworfen, den IS durch Waffen und Geld zu unterstützen. Aus diesen Gründen steht das Angebot des Staats auch in einem eher negativen Licht.
Viele Leute befürchten zudem die Ausbreitung des radikalisierten Islams und die Veränderung der heimischen Kultur durch diese Einflüsse. Diese Überzeugungen kommen oft aus den verschiedensten gesellschaftlichen Schichten und Glaubensangehörigkeiten. Manche Christen vermuten, dass in den Moscheen ein radikaler Islam gepredigt wird, oder dass Flüchtlinge eventuell selber Gruppen wie dem IS beitreten. Es gibt also oft Vorurteile gegenüber den Muslimen.
Man sollte hier jedoch gucken, dass man die Religionen neutral betrachtet. Es gibt, in der Bibel wie im Koran, grausame Verse und Sachen, die unglaublich und komplett unmoralisch sind. Es gibt im Christentum wie im Islam, radikale Aktivisten und Attentäter, und von beiden gibt es unmoralische Konzepte die die Gläubigen auf ihre heilige Schrift beziehen, z.B. Frauenunterdrückung oder  Homophobie. Es gibt jedoch auf beiden Seiten Anhänger des Glaubens, die friedlich an ihren Gott glauben, ihre Traditionen leben, und sonst wie jeder andere ihren Alltag bestreiten. In Deutschland sollte man natürlich sicher sein können, dass diese friedliche Art der Religionen gepredigt wird, und keine radikale Version – dies gilt für beide Seiten. So kommt man zu einem einfachen Meinungsunterschied und man kann friedlich zusammenleben.

Wiesbadener Liliencup 2016

Wie jedes Jahr findet diesen Winter am 23. und 24. Januar der Wiesbadener Liliencup statt. Der Wiesbadener Liliencup ist ein U17 männlich Hallenfußballturnier und wird von Jahr zu Jahr immer berühmter. Als Austragungsort steht die nagelneue Halle am Platz der Deutschen Einheit. Beim Liliencup sind viele internationale Clubs vertreten und damit viele junge Fußballtalente dabei. Dieses Jahr streiten sich Mainz 05, Bayer 04 Leverkusen, FC Basel, Hannover 96, Eintracht Frankfurt, FC Schalke 04, Red Bull Salzburg, Young Boys Bern, SpvGG Sonnenberg, Aston Villa, FC Augsburg und Rapid Wien um den Liliencup und hoffen auf den Turniersieg. Der Wiesbadener Liliencup ist in den letzten Jahren immer populärer geworden und die Halle ist teilweise bis auf die letzten Plätze ausverkauft. Viele von diesen jungen Fußballtalenten sind mittlerweile berühmte Profis geworden und spielen tatsächlich in vielen großen, internationalen Vereinen wie Borussia Dortmund, dem FC Bayern München oder FC Arsenal.

Filmprojekt 15/16

Jedes Jahr haben an der Helene-Lange-Schule jeweils zwei Klassen, des Jahrgang 9 die Möglichkeit, mit professionellen Filmemachern selbstständig Kurzfilme zu drehen. Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 2 Monaten, wovon die ersten Wochen dafür genutzt werden sich mit dem Regisseur zu treffen um Filmideen zu sammeln und an den Drehbüchern zu arbeiten. Den Schülern ist es freigestellt in welchem Genre die Kurzfilme spielen. In den anschließenden 5 Wochen kriegen die Schüler etwas Schauspieltraining, sowie eine Einführung in Licht, Ton und Kamera bis hin zu der Verteilung der Rollen, die Auswahl und Organisation der Drehorte und der Beschaffung von Requisiten. Von da an werden hohe Erwartungen an die Schüler gestellt, da man von nun an nicht einfach nur Schüler, sondern auch Regie, Aufnahmeleitung, Kamera- und Tonmann/frau ist. Dennoch fällt während diesem Zeitraum der komplette Unterricht aus. Von einen Schüler wird ein gewisses Maß an Selbstständigkeit, sowie Kreativität, Organisation, Teamfähigkeit, Verantwortung und Zuverlässigkeit für ihr eigenes Projekt erwartet. Am Ende des Projekts sehen sich alle Schüler und Schülerinnen die produzierten Filme an, wofür auch jeder Schüler und jede Schülerin Eintritt zahlt. Von jedem Filmprojekt wird eine DVD erstellt, welche man käuflich erwerben kann. Viele Filme werden zu Wettbewerben geschickt und mehrere, der durch dieses Projekt entstandenen Filme, haben bisher auch schon Preise gewonnen.

Der NSU-Prozess

Der Nationalsozialistische Untergrund (kurz NSU) ist eine rechtsradikale Terrorgruppierung in Deutschland, welche im November 2011 bekannt wurde und der nach bisherigen Erkenntnissen die drei Personen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe angehörten. Der NSU ging aus der rechtsradikalen Szene der 1990er hervor, die Zahl der Unterstützer ist jedoch immer noch unklar. Eine Schätzung aus dem Jahre 2013 geht von rund 200 Unterstützern aus.
Dem NSU werden ein Sprengstoffanschlag in Nürnberg 1999, der Anschlag auf die Saarbrücker Wehrmachts-Ausstellung 1999, ein weiterer Sprengstoffanschlag in einer Düsseldorfer S-Bahnstation 2000, ein dritter Sprengstoffattentat in der Kölner Probsteigasse 2001, eine Mordserie von 2000 bis 2006, das Nagelbomben Attentat in Köln im Jahre 2004, ein Polizistenmord in Heilbronn 2007 und mehrere Raubüberfälle zur Last gelegt.
Unter anderem finanzierte sich der NSU durch die 15 Raubüberfälle mit mehr als 600.000 Euro Beute, jedoch scheiterte ein Überfall am 4. November 2011 an einer Sparkasse, woraufhin Mundlos und Böhnhardt Suizid begingen. Währenddessen zündete Zschäpe die gemeinsame Wohnung an, welche möglicherweise wichtige Beweismaterial beinhaltete und stellte sich in Folge dessen der Polizei.
Beate Zschäpe, das vermeidlich letzte Mitglied des NSU brach nach zweieinhalb Jahren (dem 211. Verhandlungstag) ihr Schweigen und behauptet nun: „Ich war gar kein Mitglied.“ Heute erklährt sie, sie habe von den Morden nur im Nachhinein erfahren, aber von den Banküberfällen teilweise gewusst.
Beim Prozess wurden neben Zschäpe noch Ralf Wohlleben und Carsten S. angeklagt. Ihnen wird Beihilfe zum neunfachen Mord durch die Beschaffung der Tatwaffe vorgeworfen. André Eminger steht auch vor Gericht und zwar wegen Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag, zum Raub und wegen Unterstützung einer Terroristischen Vereinigung in je zwei Fällen, außerdem ist noch Holger Gerlach für die Unterstützung einer Terroristischer Vereinigung in drei Fällen angeklagt.
Am 4. Juni 2013, dem 5. Verhandlungstag, gestand Carsten S. an der Beschaffung einer Schusswaffe mit Schalldämpfer beteiligt gewesen zu sein. Bei neun Mordfällen wurde eine Waffe des von ihm beschriebenen Types verwendet. Ebenso gestand Holger Gerlach Pässe und Führerscheine für Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe organisiert zu haben, sowie 10.000 Euro für das Trio in seinem Wohnort deponiert zu haben.
Am 29.4.2014 reichte Zschäpe über ihre Verteidiger einen Befangenheitsantrag gegen alle Richter ein. Ihre Begründung war, dass ein Zeuge nur einseitig befragt wurde. Am 209. Verhandlungstag kam es zu einer Verteidigerkrise, da Zschäpe ihm einem Entbindungsantrag gestellt hatte. Ihren Antrag richtete Zschäpe gegen die Verteidigerin Anja Sturm. Zschäpe ist der Ansicht, dass Sturm vertrauliche Informationen öffentlich behandelt habe. Außerdem warf sie Sturm vor, sich nicht ausreichend vorbereitet zu haben, was ihrer MEinung nach zu Folge hatte, dass sie unter massiven psychischen Druck stehe. Außerdem soll Anja Sturm laut Zschäpe wichtige Informationen nicht an die anderen Verteidiger weitergeleitet zu haben. Am 24. Juli stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein, da sie keinen Strafbestand als erfüllt ansahen.
Jedoch ist der Prozess gegen Zschäpe und die weiteren Angeklagten noch im Gange und noch nicht abgeschlossen. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

Review zu FIFA 16

EA Sports bringt alle zwölf Monate eine frische Version seiner beliebten „FIFA“-Reihe in die Läden. Am 24. September kam nun mit „FIFA 16“ der neueste Teil auf den Markt. Mit einer verbesserten Grafik, Frauen-Nationalteams, neuen Kommentatoren und einem neuen Gameplay lassen die  Entwickler die Fußballverückten “Zocker” ein virtuelles Spiel völlig real wirken. Es gibt in Sachen Gameplay eine Vielzahl an Änderungen und Erneuerungen. Die Spieler sind von dem neuen Spielstil von FIFA16 sehr begeistert, jedoch gibt es wie jedes Jahr einige negative Eindrücke. Das Spiel kostet bei Saturn und Mediamarkt für die PS4 und die XBox One, sowie die PS3 und die XBox360 59,99 Euro. 

Fifa ist eine aus Kanada entwickelte Serie von Fußball Sportsimulation, welche unter dem Namen EA Sports veröffentlicht wird. Sie besteht seit Ende 1993. Seither erscheint jährlich eine neue Ausgabe mit den neuesten Entwicklungen aus der Welt des Fußballs, sodass die Serie bisher aus mehr als 20 Spielen besteht. Seit März 2012 ist Lionel Messi das internationale Gesicht von FIFA. Das Spiel verfügt über einen Ultimate Team Modus, bei dem man seine eigene Mannschaft erstellen kann und Online gegen andere Spieler aus der ganzen Welt, den beliebtesten Sport der Welt spielt. In Fifa 16 sind im Ultimate Team Modus ebenfalls eine Menge an Erneuerungen vorhanden. In diesem Modus musst du dein Können im Teamaufbau beweisen und für jede Position den besten Spieler aus insgesamt 5 Spielern auswählen. Drafte (erstelle) dein Team, fordere Gegner in dem Turniermodus heraus und sichere dir nach jeder Turnierrunde deine persönlichen Belohnungen in Form von Packs. In Packs hast du die Möglichkeit Spieler zu ziehen und diese in dein Team einzubauen. Da sehr viel “Zocker” sich für echtes Geld Packs kaufen, in der Hoffnung gute Spieler zu ziehen, macht EA durch das Kaufen von Fifa Points eine Menge Geld.

Viele Spieler der FIFA-Reihen, sind durch die vielen Fehler die FIFA jedes Jahr in ihren Spielen hat sehr verärgert, doch trotzdem kaufen sie es sich jedes Jahr wieder. Denn sie wollen Jahr für Jahr, das Verhalten des Gameplays und die Erneuerungen in Form von Torlinientechnick, Stadien, Freistoßspray etc. genießen bzw. betrachten. 

Weihnachtsfeier in der Marktkirche

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Am Donnerstag, den 3.12.2015 war wieder die alljährliche Weihnachtsfeier der Helene-Lange-Schule. Die Schüler des Jahrgang 6, die diese Feier in der vergangenen Zeit vorbereitet hatten, waren sehr motiviert. Sie sangen, spielten Theater, erzählten Weihnachtsgeschichten auf verschiedenen Sprachen und vieles mehr. Das alles machten sie für die neuen fünften Klassen der Helene-Lange-Schule. 
Es gab zahlreiche Höhepunkte. Darunter das Weihnachtstheaterstück der Klasse 6D. Das Stück wurde frei nach der Geschichte “Die Falle” von Robert Gernhardt entwickelt und war sehr lustig.
Die Weihnachtsfeier war mal wieder ein tolles Erlebnis, jedoch leider kein Vergleich zu den alten Weihnachtsfeiern mit der berühmten Gospelsängerin Adrienne-Morgan-Hammond. Damals wurde zwar nur gesungen, dafür aber mit höchster Professionalität. Doch die Weihnachtsfeier dieses Jahres punktete mit großer Kreativität. 
Die Moderation der diesjährigen Weihnachtsfeier war auch mal wieder klasse. Sie begleiteten die Zuschauer durch einen abwechslungsreichen und tollen Vorweihnachtsabend mit spektakulären Liedern und weiteren tollen Sachen. 
Fazit der Veranstaltung: Auch wenn es der diesjährigen Weihnachtsfeier ein wenig an Professionalität gefehlt hat, bleibt es ein schöner Abend in unseren Erinnerungen. Man kann sich wirklich schon auf nächstes Jahr freuen.
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Russland-Türkei–Konflikt – Abschuss von russischem Militärflugzeug

Am 24.November hatte die türkische Luftwaffe im syrisch-türkischen Grenzgebiet ein russisches Militärflugzeug abgeschossen.
Nach Angaben von Ministerpräsident Davutoglu taten sie das, ohne zu wissen, welchem Staat es angehört.
Bei diesem Zwischenfall kam einer der beiden Piloten ums Leben, während der andere verletzt gefunden wurde. Bei der Bergung des Verletzten starb ein weiter russischer Soldat.
Als Reaktion darauf verhängte Russland Sanktionen gegen die Türkei, von denen Handel und Tourismus betroffen sind.
Der russische Regierungschef Medwedew sagte, dass die Türkei damit gegen ein Internationales Gesetz verstoßen und einen Grund für Krieg geliefert hätte. Er kündigte weitere, härtere Konsequenzen an.
Bei der Bevölkerung in Moskau wandelte sich das Entsetzen in Wut um. Demonstranten attackierten die türkische Botschaft mit Steinen.
Der überlebende Pilot sagte, dass der Beschuss der türkischen Luftwaffe ohne jegliche Vorwarnung kam.
Der russische Außenminister Lawrow warf der Türkei vor, dass dies ein Hinterhalt war, um Russland zu provozieren.

Tagesbericht im Sozialpraktikum

Ein Tag im Sozialpraktikum

Ich habe mein Sozialpraktikum im Stadtteilzentrum Gräselberg gemacht. Ein
Stadtteilzentrum ist ein Aufenthaltsort für die Bewohner eines Stadtteils, es gibt
verschiedene Angebote für verschiedene Altersgruppen. So können die Kinder von
der Grundschule nebenan nachmittags zum Stadtteilzentrum gehen. Und bei der
Betreuung dieser Kinder half ich mit. Die Kinder waren alle zwischen sechs und zwölf
Jahre alt und kamen oftmals aus sozial eher schwächer gestellten Familien, zum Teil
hatten sie auch Migrationshintergrund.
Mein heutiger, leider vorletzter Tag vom Sozialpraktikum, begann wie gewöhnlich um
12.30 Uhr. Ich fuhr mit dem Bus zum Stadteilzentrum und dort angekommen wartete
ich die halbe Stunde bis ein Uhr.
Anfangs las ich die Zeitung, dann kam Jörn, einer der Mitarbeiter dort. Er ist für das
Künstlerische und Kreative im Stadtteilzentrum zuständig, ob jetzt Flyer gestalten
oder Bastelaktionen mit den Kindern. Dementsprechend vertrage ich mich mit ihm
ziemlich gut. Er erklärte mir also, dass er heute mit den Kindern mal wieder
„Lichtmalen“ veranstalten würde, wobei im Dunkeln mit leuchtenden Flowersticks
jongliert wird und das ganze fotografiert und besonderes lang belichtet wird. Dadurch
erscheint das Licht auf dem Foto als Linie, Kreisel, Spirale oder ähnliches, während
sonst nicht zu erkennen ist. Als dann um eins erste Kinder kamen, überzeugten wir
ein paar Jungs beim Lichtmalen mitzumachen. Doch schon bald hatten sie keine
Lust mehr und wollten lieber mit dem Tischkicker spielen. Das war etwas schade und
es schien als mangelte es den Kleinen an der Fantasie um in den entstehenden
Bildern etwas wie ein Riesenrad, ein Vulkan, eine (Weltraum-)Straße oder ähnliches
zu erkennen.
Da heute nicht so viele Kinder da waren und die, die hier waren, alle beschäftigt
waren, machten Jörn und ich noch eine Weile alleine weiter, wobei wir uns
unterhielten. Dann gingen wir raus aus dem Raum, um ein paar der Fotos zu
drucken, in der Hoffnung, dass die fertigen Bilder vielleicht andere Kinder
überzeugen würden, mitzumachen. Als dies nicht der Fall war, machten wir
stattdessen aus Kronkorken, Filz, Watte, Papier und andere kleine Figürchen, als die
Wichtelmännchen nicht so hübsch aussahen, wurden stattdessen Minions in
verschiedensten Variationen gebastelt. (Ich bastelte als einzige ein Engelchen.) Die
Figuren sollten dann nächsten Dienstag beim gemeinsamen

 

Weihnachtsbaumschmücken verwendet werden. Beim Schmücken werden außer
dem Stadtteilzentrum auch Kindergärten, Schulklassen und ähnliches mitmachen.
Als ich während dem Basteln zwei der anwesenden Mädchen, die ich beide schon
von anderen Tagen kannte, erzählte, dass heute mein vorletzter Tag war, waren
diese ganz entsetzt und schmiedeten Pläne, mich zu fesseln, einen Brief an meine
Schule zu schreiben oder gleich anzurufen und zu sagen: „Wir wollen die Serafina
behalten, die malt uns immer so schöne Bilder!“ Das hat mich ziemlich gerührt,
schon jetzt fing ich an, die Kinder zu vermissen. Apropos Bilder, ein Junge kam mit
einem ausgedrückten Cristiano-Ronaldo-Bild an, welches ich im als Ausmalbild
abmalen sollte, was ich dann auch tat. Während meiner Praktikumszeit hier hatte ich
ja schon eine Menge Ausmalbilder auf Wunsch produziert, was mir sehr Spaß
machte. Nicht nur weil ich gerne male, vor allem, weil es so schön für die Kinder ist,
wenn sie sich ein Bild wünschen und –schwupps- halten sie es schon in der Hand.
Dann sind sie immer ganz von meinen Zeichenfähigkeiten beeindruckt und ich
versichere ihnen jedes Mal, dass das wirklich nur Übungssache sei.
Schließlich, als das Basteln vorbei war, ich zu Ende gemalt hatte und die Kinder alle
eine Beschäftigung gefunden hatten – sie spielten Tischtennis –, nahm mich ein
vernünftiges, nettes, kleines Mädchen, das ich schon kannte, mit ins
Mädchenzimmer, damit wir unsere Ruhe haben. Dort machten wir Listen von den
Lieblingssachen des jeweils anderen; also Lieblingstier, -farbe, -ort, -lied, -mensch,
-film, -YouTuber und so weiter. Danach las ich ihr noch eins der dort herumliegenden
Bücher vor, bevor wir dann wieder rausgingen.
Nun wollte sie mit mir „irgendwas am Computer“ machen. Außerdem kam mir der
Junge, der vorhin dem Ronaldo gemalt bekommen hatte entgegen, er hatte das Bild
mit ein paar anderen Papierblättern zusammen getackert und wollte, dass ich noch
weitere Seiten seines Buches mit Zeichnungen dieses Fußballers fülle. Dazu wollte
er auch Vorlagen aus dem Internet raussuchen. Also organisierten wir einen Laptop.
Dann suchten wir erst einmal Ronaldo-Bilder und ich malte sie ab. Das Mädchen
musste dann leider schon gehen. Ich malte noch weiter, es war kurz vor fünf und die
Mutter das Jungen kam, den kleinen Bruder im Kinderwagen, um ihren Sohn vom
Stadtteilzentrum abzuholen. Ich malte dem Jungen noch das dritte Bild zu Ende,
dann ging er. Allerdings nicht ohne vorher seinen Freunden stolz sein Büchlein zu
zeigen: „Ey guck ma, Buch von Ronaldo! Hat sie gemalt, voll cool, oder?“
Als dann schließlich alle Kinder gegangen waren, räumte ich noch etwas auf, um
viertel nach fünf konnte ich dann gehen.

 

Als ich dann zur Bushaltestelle ließ, waren noch zwei kleine Jungen da, die ich aus
dem Stadtteilzentrum kannte. Einen davon hatte ich als zwar süßen, aber überaus
aufmüpfigen Störenfried in Erinnerung, während ich mit dem anderen kaum etwas zu
tun hatte. Wir unterhielten uns kurz und als ich erzählte, dass ich nächste Woche
nicht mehr hier sein würde, riefen sie laut „Neeeein!“ und waren ganz entsetzt. Das
ging mir fast noch mehr zu Herzen, als die Mädchen, die mich fesseln wollten… am
liebsten würde ich noch länger bleiben…