Sportfest 2016

Auch dieses Jahr fand wieder das alljährliche Sportfest auf dem Sportplatz neben der Brita-Arena statt. Für die Schülerinnen und Schüler ging es dann um 8:10 Uhr los.
Auch diesmal gab es wieder zwei Spiele wo man den Klassenzusammenhalt unter Beweis stellen konnte. Diese waren erstens Biathlon und zweitens ein Puzzelspiel. 
Sonst gab es auch wieder die üblichen Disziplinen, wie zum Beispiel Weitsprung, Weitwurf, Sprint und den großen 800m-Lauf, wo kräftig angefeuert wurde.
Natürlich kam auch wieder das Mensa-Team und sorgte zwischen den Wettkämpfen für ausreichend Essen. Aber auch Herr Evers und seine Koch-Ag hatten Kaffe und Tee, sowie kleine Leckereien bereit. Leider meinte es das Wetter nicht so gut mit uns, da es immer wieder zwischendurch nieselte. Dies tat aber dem Wettkampfgeschehen und dem Spaß keinen Abbruch!
Wir Danken natürlich auch den 10ern, die wie jedes Jahr die 5ten-9ten Klassen betreuten und kräftig motivierten, sowie an allen Stationen für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Auf ein neues tolles Sportfest im Jahr 2017!

 

Emmanuel Mbolela

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  • Begegnung mit der Schülerschaft
    Am Freitag den 23.09.2016 fand im Jahrgang 9 eine Vorlesung mit Emmanuel Mbolela statt. Herr Mbolela stammt aus der Demokratischen Republik Kongo, welche 5 mal so groß ist wie Deutschland. Herr Mbolela berichtete zunächst über die Geschichte seines Heimatlandes, das bereits von den Belgischen Besatzern ausgebeutet wurde (Kautschukabbau). Die kongolesische Bevölkerung wurde damals brutal unterjocht und unter der Kolonialherrschaft hart bestraft, wenn sie sich nicht den Belgiern fügte. Herr Mbolela berichtete weiter von der heutigen Situation seiner Heimat, die sehr viel Kupfer, Uran, Gold, Diamanten und Coltanvorkommen besizt. Trotzdem ist die Demokratische Republik Kongo eines der ärmsten Länder der Welt. Es herrscht immer noch Joseph Kabila, der durch Kriege und Korruption sehr unbeliebt in seinem Land ist. Erst vor kurzem gab es Proteste gegen ihn wo mehrere Menschen getötet wurden, so Mbolela.
    Berichte einer Flucht
    Herr Mbolela war 6 Jahre lang auf der Flucht, bis er schließlich nach Holland zugewiesen wurde. Dort lebt er bis heute, doch er sagt selber, dass der Kongo immer noch seine Heimat ist und (wenn alles wieder gut ist) er sogar wieder dort hin ziehen würde. Er sagte oft wie schreklich die Flucht war. Zum Beispiel wurden zwei Jungen direkt neben ihm erschossen! Er arbeitet heute in der Organisation ARCOM im Netzwerk afrique-europe-interact-activ, welches 2010 gegründet wurde. Er schrieb ein Buch über die schrecklichen Erfahrungen (MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA, Zwischen Widerstand, Flucht und Exil. 2014) um die Erlebnisse anderen zugänglich zu machen und um uns in Europa auf die andauernde, menschenverachtende Situation im Kongo aufmerksam zu machen.
    Aufmerksam bleiben
    Gerade in der heutigen Zeit, in welcher täglich tausende Flüchtlinge nach Deutschland und Europa kommen, gilt es besonders Menschen wie Herrn Mbolela für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz zu Danken. Denn wir sind dazu verpflichtet Menschen in Not zu helfen. Das sollten wir nie vergessen.

     

    Weiterführende Informationen zu dem Buch:

UNESCO AG

Die Helene-Lange-Schule ist eine UNESCO Projektschule.
Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, auf Deutsch: Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) fördert Kultur, Bildung, Wissenschaft, Informatik und Kommunikation.
Als UNESCO Projektschule verfolgt die Hela bestimmte Ziele wie: Armut und Elend zu bekämpfen, die Menschenrechte für alle zuverwirklichen, die globale Entwicklung voranzubringen und das Anderssein der anderen zu akzeptieren, sich gegenseitig zu tolerieren und voneinander zu lernen . Diese Ziele setzt die Schule mit Hilfe der UNESCO AG um.
Ihr größtes Projekt ist das Nepal Projekt, dort unterstützt sie seit 25 Jahren in der Region Bhandar mittlerweile 40 Schulen mit 86 Lehrer und 6000 Schülern, ein Kinderhaus mit 19 Kindern und 5 Gesundheitsstationen.
50 % der geförderten Gebäude sind bei den großen Erdbeben im vergangenen Jahr ganz zerstört worden oder müssen repariert werden. Eine große Aufgabe für die nächsten Jahre, auch für die UNESCO AG.

Interview: Viola Dörffeldt

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