Diskussion über eingeschränkten Abtreibungsparagraphen

Vor 1970 waren Abtreibungenen egal unter welchen Bedingungen verboten. Aufgrund dessen gab es damals Demostrationen von Frauen für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen unter dem Motto: „Mein Bauch gehört mir!“

Der seit 1995 anerkannte Paragraph 218, war ein Kompromiss der Wiedervereinigung, da in der ehemaligen DDR Abtreibung freigestellt war.
Inzwischen ist es immer noch nicht egal, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel wenn die Frau nicht in der Lage ist sich um das Kind zu kümmern. Trotzdem ist eine Beratung davor Pflicht und zwischen dieser und dem Eingriff müssen mindesten drei Tage Bedenkzeit liegen.
2017 gab es ca. 100000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland.
Im Dezember 2018 gab es eine Einigung der Regierungskoalition auf eine Reform des Paragraphen 2019 a, welcher ein Werbeverbot für Abtreibungen beinhaltet, aber das Informieren darüber, auf zum Beispiel Internetseiten von Frauenärtzten, ist erlaubt. Nähere Information erhält man aber nur bei Behörden oder eben Beratungsstellen.

Die AfD kritisiert diesen Kompromiss und fordert mehr Schutz für das ungeborene Leben. Die Linken und Grünen kritisieren dagegen die immernoch vorhandene Strafandrohung, sowie die FDP die sagt, dass diese Regelung Frauen dikriminiert und ÄrtzteInnen kriminalisiert. Die CDU lobt stattdesssen den Kompromiss und die SPD hätte sich mehr Freiheit für die Frauen gewünscht.

Auslöser der Debatte war unter anderem Die Ärtztin Kristina Hämel, die in Gießen Ende 2017 wegen angeblicher Werbung, auf ihrer Internetseite, die sie für Informieren hielt, zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.